Attacken via HTTPS-Protokoll: Neun von zehn Malware-Angriffen erfolgen über gesicherte Verbindungen

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Attacken via HTTPS-Protokoll: Neun von zehn Malware-Angriffen erfolgen über gesicherte Verbindungen

Schon gewusst? Internet Security Report von WatchGuard zeigt einen enormen Anstieg bei Malware-, Netzwerk- und Ransomware-Angriffen

Die Forscher des WatchGuard Threat Lab fanden beispielsweise heraus, dass 91,5 Prozent aller Malware in diesem Zeitraum über verschlüsselte Verbindungen verschickt wurde. Darüber hinaus stellten sie einen enormen Anstieg bei Malware-, Netzwerk- und Ransomware-Angriffen fest. Corey Nachreiner, Chief Security Officer bei WatchGuard, dazu: „Aufgrund der veränderten Situation und der Art und Weise, wie und wo Menschen arbeiten und sich mit dem Internet verbinden, haben sich auch die Prioritären beim Schutz der Anwender und Unternehmen verändert. Während eine starke Verteidigung der traditionellen Netzwerkperimeter noch immer einen wichtigen Teil einer mehrstufigen Sicherheitsstrategie darstellt, gewinnen insbesondere Endpoint Protection (EPP) sowie schnelle Endpoint Detection and Response (EDR) massiv an Stellenwert.“

Neun von zehn Malware-Angriffen erfolgen über HTTPS-Verbindungen – Im zweiten Quartal wurden 91,5 Prozent der Malware über verschlüsselte Verbindung verschickt, ein dramatischer Anstieg gegenüber dem vorherigen Quartal. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass jedes Unternehmen, welches keine Lösung zur HTTPS-Inspektion einsetzt, neun von zehn Attacken am Perimeter unbemerkt passieren lässt.

Netzwerkangriffe boomen trotz zunehmend primär dezentral arbeitender Mitarbeiter – WatchGuard-Appliances haben im Vergleich zum Vorquartal 22 Prozent mehr Netzwerkangriffe erkannt, die in der Summe das Volumen von Anfang 2018 erreichten. Von Januar bis März wurden insgesamt bereits 4,1 Millionen Netzwerkangriffe verzeichnet. Im darauffolgenden Quartal stieg diese Zahl knapp um eine weitere Million. Der aggressive Anstieg unterstreicht, dass die Perimetersicherheit keinesfalls hinter dem benutzerorientierten Schutz zurückbleiben sollte.

Alte Schwachstellen erweisen sich weiterhin als lohnende Ziele – Abweichend von den üblichen ein bis zwei Neuzugängen pro Quartal gab es in Q2 gleich vier bis dato unbekannte Signaturen unter den Top-10-Netzwerkangriffen. Die jüngste zielt auf eine Sicherheitslücke in der beliebten Web-Skriptsprache PHP aus dem Jahr 2020 ab, die anderen drei betreffen noch deutlich ältere Schwachstellen. Dazu gehören eine Oracle GlassFish Server-Lücke aus dem Jahr 2011, eine SQL-Injection-Schwachstelle in der Krankenaktenanwendung OpenEMR aus dem Jahr 2013 und eine offene Flanke im Rahmen der RCE (Remote Code Execution) in Microsoft Edge aus dem Jahr 2017. All diese Schwachstellen sind zwar veraltet, stellen aber bis zur Behebung nach wie vor ein Risiko dar.

Phishing-Domains geben sich als legitime Domains aus – WatchGuard hat in letzter Zeit eine Zunahme von Malware beobachtet, die auf Microsoft Exchange-Server und –ganz allgemein – E-Mail-Benutzer abzielt, um Remote-Access-Trojaner (RAT) an hochsensiblen Orten herunterzuladen. Dies ist höchstwahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass das 2. Quartal das zweite Quartal in Folge war, in dem Remote-Mitarbeiter entweder in hybride Büros und akademische Umgebungen zurückkehrten oder sich wieder wie gewohnt im Unternehmen befanden. In jedem Fall – oder an jedem Standort – ist es ratsam, bei den Anwendern ein starkes Sicherheitsbewusstsein zu entwickeln und auch die ausgehende Kommunikation von Geräten zu überwachen, die mit den angeschlossenen Endpunkten nicht direkt verbunden sind.

Der aktuelle Internet Security Report in englischer Sprache steht online zum Download zur Verfügung: https://www.watchguard.com/wgrd-resource-center/security-report-q2-2021

Quelle: Watchguard.com

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