Das Milliardengeschäft mit dem kostenlosen Upgrade „Windows 11“

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Das Milliardengeschäft mit dem kostenlosen Upgrade „Windows 11“

Windows 11: Das Milliardengeschäft mit dem kostenlosen Upgrade

Das Betriebssystem soll für Nutzer der Vorgängerversion kostenlos sein. Doch das Upgrade wird viele PCs ausschließen. Das könnte ein Milliardengeschäft für Microsoft bedeuten. Laut Microsoft sind derzeit rund 1,3 Milliarden Geräte mit Windows 10 im Einsatz, fast alle PCs, Convertibles und Laptops. Wie viele davon ein kostenloses Upgrade bekommen werden, ist unklar.

Ein modernes Aussehen, neue Apps, Videokonferenzen mit Teams vom Startbildschirm aus, dazu viele weitere größere und kleinere Veränderungen: Windows 11 bietet ein Gesamtpaket, das bei der Vorstellung Ende Juni wohlwollend aufgenommen wurde. Nicht zuletzt, weil das runderneuerte Betriebssystem an Windows-10-Nutzer kostenfrei ausgeliefert werden wird.

Doch wie so oft finden sich die Fallstricke erst im Kleingedruckten. In den Tagen nach der Präsentation sickerte durch, dass voraussichtlich Windows-10-Computer der Baujahre 2016 oder 2017 und älter nicht berechtigt sein werden, die Software zu installieren, die im Herbst herauskommt. Selbst einige wenige aktuelle Modelle könnten ausgeschlossen sein.

Ursache ist in erster Linie ein Sicherheitschip, der in älteren Modellen vieler Hersteller nicht auf der Hauptplatine vorhanden ist, das Trusted Platform Module (TPM) 2.0. Vereinfacht gesagt prüft es beim Start eines Rechners, ob der Zugriff berechtigt ist.

Etwa wie bei einer Banking-App, die nach Eingabe des Passworts noch einen Sicherheitscode an ein Smartphone sendet. Nur wenn der folgt, wird der Zugriff aufs Konto freigegeben. Der PC könnte eine Gesichtserkennung verlangen.

Was bedeutet das für potenzielle Käufer? Aktuelle Modelle von Markenherstellern sollten kein Risiko darstellen, in den kommenden Wochen werden die ersten Sticker mit „Ready for Win 11“ auf den Gehäusen kleben. Nur bei echten Schnäppchen der Vorjahresmodelle sollte, vor allem bei Laptops, extra nachgefragt werden.

Bildquelle: finanzen.net

Grundsätzlich lautet der Rat: abwarten. Wer nicht wirklich einen neuen Rechner braucht, sollte bis 2022 warten. Wenn die Corona-bedingte Homeoffice-Nachfrage dann wohl abgeklungen ist, werden auch die Preise wieder sinken.

Welche Versionen wird es geben?

Dazu hat Microsoft bislang nichts Konkretes gesagt. Aber auf diversen Foren werden folgende Versionen diskutiert.

  • Windows 11 Pro
  • Windows 11 Pro Education
  • Windows 11 Pro für Workstations
  • Windows 11 Enterprise
  • Windows 11 Education

Woher weiß ich, ob mein PC Windows 11 unterstützt?

Microsoft hat dafür ein spezielles Tool namens PC Health Check („PC-Integritätsprüfung“) entwickelt. Das Programm zeigt aktuell jedoch nur an, ob Windows 11 unterstützt wird oder nicht – gibt im Negativfall aber keinen Aufschluss über die Ursachen. Aus diesem Grund hat Microsoft das Programm inzwischen zurückgezogen und will es bis zur Veröffentlichung von Windows 11 überarbeiten. 

Quelle: Handelsblatt & Golem

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